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L I C H T  /  B E L E U C H T U N G -

- EIN  WICHTIGER  FAKTOR  BEI  ERHALTUNG  UND              SCHADENSVERMEIDUNG ! 

ALLE OBJEKTE, ARCHIVALIEN UND KUNSTWERKE AUS PAPIER SIND BETROFFEN :

Beleuchtung sollte kontrolliert, das heißt sparsam eingesetzt werden.

Vermieden werden sollten Erwärmung und Tageslichteinwirkung.

Die allgemeine Annahme, hauptsächlich Aquarellen würde lediglich direktes Sonnenlicht schaden, ist falsch, denn darüberhinaus kann jede Art von Licht oder Kunstlicht an jeder Art von Papier Schäden verursachen und beispielsweise zu Vergilben, Verbräunen und Verspröden, also Brüchigwerden des Papiers, führen - auch zu störenden Lichträndern bei gerahmter Graphik. Die dabei einsetzende bräunliche Verfärbung ist ein Symptom für den an dieser Stelle einsetzenden Abbau der Papiersubstanz durch Lichteinwirkung.

Positiv auswirken kann sich dagegen bereits als erste Maßnahme die Reduzierung der Beleuchtungsdauer, ebenso auch UV-Schutz-Verglasung bei der Rahmung.- 

 

Bei diesem Aquarell auf Papier sieht man beim Hochklappen des Passepartout-Deckblattes (Foto unten), daß die Stellen des Papiers, die vom Passepartoutkarton abgedeckt waren, ihren Originalfarbton behielten, während der dem Licht ausgesetzte Teil vergilbte.

Der hellbraune Rand entlang des (heruntergeklappten) Passepartout-Bildausschnittes auf dem Foto ganz unten entstand dadurch, daß ursprünglich noch ein weiteres Deckblatt auflag - mit einem größeren Bildausschnitt - sodaß noch ein weiterer Lichtrand an den nicht abgedeckten Bereichen entstand.

 

Verbräunung des Papiers durch Licht...

 

 

...und zusätzlicher Lichtrand auf dem Passepartoutkarton

 


 

...auch bei diesem Aquarell sind Schäden durch einen Lichtrand und Stockflecken entstanden: Das Blatt war früher mit holzhaltigem Karton gerahmt und dem Licht ausgesetzt - Verbräunung war die Folge. Der Rand war dabei abgedeckt, sodaß er seine ursprüngliche Färbung behielt und nun heller erscheint.

Lichtrand und Stockflecken erwiesen sich hier als fast vollständig entfernbar (Foto ganz unten), es blieben jedoch in diesem Fall - unter Rücksichtnahme auf die vorhandene Alterspatina des Blattes, die erhalten bleiben sollte - Reste der Flecken wahrnehmbar: denn Ziel der Restaurierung war nicht "wieder neu machen", sondern wie stets: Erhaltung des Originals - mitsamt seiner Geschichte. Auch hier galt: papierzerstörende Schäden müssen beseitigt werden, aber Altersspuren sollen erkennbar bleiben - damit das Original ein Original bleibt und nicht überrestauriert wirkt.

Stockflecken und ein Lichtrand, der besonders am oberen und rechten Rand gut erkennbar ist...

...nach der Restaurierung

 


 (eine leichte Verschattung oder Unregelmäßigkeit bei den Abbildungen ist der Qualität der Fotos geschuldet, sie entstanden als Arbeitsfotos während der Restaurierungsarbeiten)


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